Behind the scenes: Ioana in London

Kreativität heißt nicht nur, Ideen und Inspirationen zu haben, sondern auch, diese umsetzen. Im Rahmen des nachhaltigen, individuellen Förderprogramms des DfTs besuchte Ioana Ciolacu kürzlich ihren früheren Wohnort – London! Natürlich konnte Ioana dort ihre alten Freunde und Lehrer vom London College of Fashion wiedersehen, aber vor allem ging es darum, Stella McCartneys Atelier zu besuchen. So konnte die diesjährige DfT-Gewinnerin einen Einblick in die Arbeit einer weltbekannten und erfolgreichen Designerin gewinnen. Wir haben Ioana getroffen, um mit ihr über ihre Erfahrungen in London zu sprechen.

Ioana, wie fühlte es sich an, zurück in London zu sein?

Nach London zurückzukehren, fühlte sich an, als würde ich zurück in mein zweites Zuhause kommen. Das war großartig! Das kalte, regnerische Wetter habe ich nicht vermisst, aber ich habe ein paar wirklich coole Freunde in London. Außerdem ist es ein guter Ort, um sich inspirieren zu lassen und Ideen auszutauschen. Meine Kommilitonen und meine Lehrer haben mich schon erwartet und es fühlte sich an, als hätte ich die Stadt nie verlassen.

Was hast du gelernt bei der Arbeit in Stella McCartneys Team?

Der Montag war ein unglaublicher Tag für mich. Ich habe Stellas Team am Morgen in ihrem Atelier in West-London getroffen. Direkt als ich ankam hat mir einer der Designer eine Aufgabe gegeben. Zu Beginn war ich unsicher, ob ich das schaffen würde… um ehrlich zu sein, schüchterten mich der Ort und das Umfeld ein wenig ein. Ich sollte ein Konzeptmuster einer Borte erstellen, die für die Pre-Fall-Kollektion genutzt werden sollte. Irgendwie habe ich es dann doch hinbekommen, zwei Muster zu erstellen, die sogar für die Kollektion in Betracht gezogen werden. Danach wurde ich zu einem Fitting dazu gerufen und ich konnte sehen, wie die Designer an einem Model arbeiten und die Ideen „direkt am Körper“ entwickeln. Am Ende wurde mir ein Master-Buch übergeben, dass Stellas Inspirations-Bilder enthielt. Ich sortierte die Fotos, die Stella zuletzt angesammelt hatte, nach Kategorien. Diese Aufgabe war ganz wundervoll, da ich so einen Einblick bekam, was Stella ganz persönlich mag.

Alles in allem war es ein unglaublicher Tag, den ich immer noch verdaue. Ich habe eine Menge lernen können: Wie das Kreativteam eines großen Unternehmens arbeitet, wie die Aufgabenverteilung ist, wer zu was berechtigt ist und wie die verschiedenen Abteilungen miteinander kommunizieren. Aber vor allem habe ich gelernt, was die Rolle der Chef-Designerin im ganzen Prozess ist. Es war also besonders lehrreich zu sehen, wie ein Unternehmen arbeitet und wie ein Kreativteam sich entwickelt.

Was war dein Eindruck von der Arbeit in einem großen Team für so eine bedeutende Marke wie Stella McCartney?

Das Gefühl, dort zu arbeiten, war unglaublich! Ich habe nicht nur den Eindruck bekommen, dass ich Teil von etwas Majestätischem war, sondern auch gesehen, wie tatkräftig, aufgeschlossen und hart arbeitend das Team ist. Aber all das passiert in einem sehr entspannten Umfeld und ich denke, dass das Ergebnis auf dem Catwalk genau dieses Umfeld im Atelier widerspiegelt.

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